Ratgeber

Förderung für gewerbliche PV-Anlagen 2026

KfW-Kredite, EEG-Vergütung und regionale Zuschüsse im Überblick

Welche Förderungen gibt es für gewerbliche PV-Anlagen? Gewerbebetriebe können von zinsgünstigen KfW-Krediten (KfW 270), der EEG-Einspeisevergütung und regionalen Förderprogrammen profitieren. Zusätzlich gibt es teilweise spezielle Förderungen für Batteriespeicher. Die Kombination mehrerer Förderprogramme ist oft möglich.

KfW-Kredit 270: Erneuerbare Energien – Standard

Der KfW-Kredit 270 ist das wichtigste Finanzierungsinstrument für gewerbliche PV-Anlagen. Er bietet zinsgünstige Finanzierung für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher.

Konditionen KfW 270

  • Zinssatz: ab 1,00% effektiv p.a. (abhängig von Bonität)
  • Kreditbetrag: bis zu 50 Mio. € pro Vorhaben
  • Laufzeit: 5, 10 oder 20 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre: 1-3 Jahre möglich

Der Antrag wird über Ihre Hausbank gestellt. Die Bank prüft die Bonität und leitet den Antrag an die KfW weiter. Wichtig: Der Antrag muss VOR Beginn der Maßnahme gestellt werden.

EEG-Einspeisevergütung

Für den ins Netz eingespeisten Strom erhalten Sie eine garantierte Vergütung über 20 Jahre. Die Höhe hängt von der Anlagengröße und dem Inbetriebnahmezeitpunkt ab.

Dachanlagen bis 40 kWp

~8,1 Cent/kWh

pro kWh eingespeist

Dachanlagen 40-750 kWp

~7,1 Cent/kWh

pro kWh eingespeist

Die Vergütungssätze werden quartalsweise angepasst (Degression). Für gewerbliche Anlagen lohnt sich meist ein hoher Eigenverbrauch kombiniert mit Teileinspeisung.

Regionale Förderprogramme

Zusätzlich zu bundesweiten Programmen gibt es regionale Förderungen, die je nach Standort variieren:

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein bietet Zuschüsse für Batteriespeicher und innovative Energiekonzepte über die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH).

Hamburg

Hamburg fördert PV-Anlagen und Speicher über das Programm 'Unternehmen für Ressourcenschutz' mit bis zu 40% Zuschuss.

Niedersachsen

Niedersachsen unterstützt gewerbliche Energieeffizienz-Maßnahmen inklusive PV-Anlagen über die NBank.

Förderung für Batteriespeicher

Batteriespeicher werden oft separat gefördert, da sie den Eigenverbrauch erhöhen und zur Netzstabilität beitragen.

Viele Bundesländer bieten spezielle Speicherprogramme mit Zuschüssen von 200-500 €/kWh Speicherkapazität. Auch der KfW-Kredit 270 kann für Speicher genutzt werden. Informieren Sie sich über aktuelle Programme in Ihrer Region.

Wichtige Hinweise

Fördermittel beantragen VOR Installation: Die meisten Förderprogramme müssen VOR Beginn der Maßnahme beantragt werden. Ein nachträglicher Antrag ist in der Regel nicht möglich.

Kombination möglich: Verschiedene Förderprogramme können oft kombiniert werden (z.B. KfW-Kredit + EEG-Vergütung + regionale Zuschüsse).

Förderberatung inklusive

Wir unterstützen Sie bei der Beantragung aller relevanten Fördermittel für Ihr PV-Projekt.